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I.L.M. als wichtigster Marktplatz der Branche bestätigt

Drei Prozent mehr ausländische Besucher kamen zur Lederwarenmesse - positive Grundstimmung - Gewürdigt werden die die angenehme, übersichtliche Atmosphäre       von Karl-Heinz Stier

05.09.17 || OFFENBACH (04. September 2017) - „Es war eine gute Messe, die internationale Lederwarenmesse bleibt weiter auf Erfolgskurs" - so das Resümee zur 147. Ausgabe herausgegeben von der Messeleitung in Offenbach. Rund 5.900 Besucher kamen zu der Ausstellung in die Messehallen, die nach drei Tagen Dauer gestern zu Ende ging. „Damit erzielt die I.L.M für die Frühjahrs -und Sommermode 2018 ein konstant gutes Ergebnis und bestätigt ihre Funktion als wichtigster Marktplatz der Lederwaren- und Reisegepäckbranche."

Die große Anziehungskraft der Messe spiegelt sich auch in der Quantität der Besucher wider. Der Zuwachs liege bei drei Prozent. Der Anteil aus Asien, dem Mittleren Osten und den USA wachse. Auffällig sei, dass über den klassischen Lederwarenfachhandel hinaus immer mehr Einkäufer namhafter Department und Concept Stores die Messe besuchen, um ihr Angebot durch Taschen und Accessoires zu ergänzen.

Dass die Internationale Lederwarenmesse mittlerweile die wichtigste Order-Plattform für Lederwaren ist, daran ließ Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe von der Messe Offenbach GmbH keinen Zweifel. Schon zum Auftakt wies er auf das breite Aussteller- und Besucherpotential hin. Nicht nur Lederwareneinzelhändler, auch internationale Einkäufer aus den Bereichen Textil und Schuh (inzwischen 20 Prozent) kämen verstärkt nach Offenbach. „Sie schätzen die angenehme, übersichtliche Atmosphäre der Messe, die der stärkste internationale Marktplatz für Taschen, Kleinlederwaren und Reisegepäck ist".

Kappe: Capitol könnte in Zukunft „zum italienischen Pavillon" werden


Die räumlichen Kapazitäten des Ausstellungsareals platzen aus allen Nähten. 300 Aussteller präsentierten ihre Produkte auf 13.000 Quadratmetern. Davon über die Hälfte (53 Prozent) aus dem Ausland. Neu ist die Einbeziehung des „Atrium" mit 250 Quadratmetern im Capitol, das nunmehr fest in die I.L.M. integriert ist. Wie bereits seit langem angestrebt hat die Messe das benachbarte Capitol angemietet, das nach den Vorstellungen von Arnd Hinrich Kappe einmal „zum italienischen Pavillon" - wie jetzt schon das Atrium - werden könne, zumal bei den auswärtigen Ausstellern vor allem der hohe Anteil der italienischen Aussteller auffalle (20 Prozent). Sie orientierten sich verstärkt von den Messen in Mailand und Paris weg nach Offenbach. Das erweise sich auch durch aufwändige Standbauten von hochwertigen Marken. Auf Platz zwei folgen die Niederlande, den dritten Rang belegt Frankreich mit steigender Tendenz. Das steigende Interesse an Offenbach wird auch daran deutlich, dass es nach wie vor noch eine Warteliste für die Aussteller gibt.
Was Offenbach noch nach Meinung des Messe-Geschäftsführers auszeichnet sind die Fashion Shows und Trendvorträge, die Einkäufern die Möglichkeiten bieten, ihr modisches Know-how zu erweitern.

Hohe Nachfrage nach Handtaschen, Koffer- und Reisegepäck


Ein deutliches Umsatzplus erwartet die deutsche Lederwaren- und Kofferindustrie im laufenden Geschäftsjahr. Im Gegensatz zu 2016 mit einem Umsatzplus von 2,1 Prozent lag der Gesamtumsatz in der ersten Hälfte dieses Jahres bei 4,9 Prozent. Den Hauptanteil trug der Export, wobei sich beim Exportzuwachs die Schweiz auf Platz eins vor Österreich und Großbritannien schob. Die Nachfrage nach Handtaschen, Koffer- und Reisegepäck war vorrangig. Die Exporte nach China legten um fast 47 Prozent zu. Damit hat sich das Land als wichtiger Abnehmer etabliert.

Die Preise sind nahezu stabil geblieben. Für die Zukunft ist Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert zuversichtlich und optimistisch - vor allem was das Auslandsgeschäft angeht. 50 Prozent der befragten Betriebe legten angesichts der aktuellen Konjunkturlage eine positive Grundstimmung an den Tag.

Ein stabiles Geschäft konstatierte auch der Bundesverband des Deutschen Lederwaren-Einzelhandels, Axel Augustin. Der Lederwarenfachhandel gehe mit Hoffnung und Optimismus in die letzten Monate von 2017. Er hofft auf die Wochen und Monate des Weihnachtsgeschäftes, der für die Branche immer erfolgreich verlaufe. In den letzten Jahren entfielen über 13 Prozent des Gesamtumsatzes allein auf den Dezember. Und rund 30 Prozent des Umsatzes würden in den letzten drei Monaten erzielt. „Für uns war die Messe Anlass, gute Laune zu verbreiten", sagte Augustin.

Geballte Farbenfreude ist angesagt


Der Modetrend für Frühjahr/Sommer 2018 steht unter Motto „ plakativ, farbig, knutschbunt"- wie Martin Wuttke, Modeberater der Messe Offenbach herausstellte. Das gilt insbesondere für die Taschen. „Die geballte Farbenfreude und die neuen Modethemen zeigen deutlich, dass Leidenschaft die eigentliche Stärke von Mode ist". Vier große Stilrichtungen haben nach seiner Ansicht die Themen der I.L.M. definiert: Nomad Spirit, bei dem sich alles um naturnahe Farbspiele dreht, Joyful Voltage, die durch energiegeladene Farben für einen Mix aus Sportivem mit Glamour sorgt, Future Composition, die pastellige Farbtöne bietet und für Eleganz steht und Tropical Minds, die Tropenstimmung pur betont , eine Atmosphäre paradiesischer Flora und Fauna.