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Jeder achte Euro wird für Schönheits- und Haushaltspflege ausgegeben

Lebensqualität aus der Packung - Kosmetik und Reiniger legen mit 1,7 Prozent erneut zu           von Karl-Heinz Stier

03.12.16 || altFRANKFURT (02. Dezember 2016) - Das Bedürfnis nach Schönheit und Wohlbefinden und der Wunsch nach einem gepflegten Zuhause stehen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Die dafür verantwortlichen Warengruppen sind nach Markterhebungen erneut die Stütze der derzeitigen Konsumgüterstärke in Deutschland. In der nach dem Industrieverband Körperpflege - und Waschmittel (IKW) mit Sitz in Frankfurt ermittelten Zahlen für 2016 fließen in die Ladenkassen der Schönheits- und Haushaltspflege 1,7 Prozent mehr als 2015. Der deutsche Verbraucher gibt etwa jeden achten Euro dafür aus. Zurückblickend konnten die Verbandsmitglieder in den vergangenen zehn Jahren ein Plus von 18 Prozent Wachstum erzielen. „Charakteristisch für unsere Unternehmen ist die ständige Weiterentwicklung im Markt befindlicher neuer Produkte", so IKW-Vorsitzender Dr. Rüdiger Mittendorf. Ein Beleg dafür sei auch die Tatsache, dass seine Branche bei den Patentanmeldungen ihren fünften Platz halten konnte - nach China, Südkorea, Japan und den USA.

Vorsitzender Dr. Rüdiger Mittendorf bei seiner Präsentation des Jahresberichtes

Aufgeschlüsselt wuchs im aufgelaufenen Jahr - hochgerechnet - die Haushaltspflege mit 2,2 Prozent erneut stärker als der Konsumgüter - Durchschnitt (plus 1,8 Prozent). Ein Großteil der Ausgaben landet bei den Drogeriemärkten, wie dm und Rossmarkt, die in den vergangenen zwölf Monaten ihre Marktführerschaft noch ausbauen konnten, wobei Aldi, Lidl und Norma nicht gerade wenige Umsatz-Punkte einbüßten( minus 7,5 Prozent). Immer stärker nachgefragt sind dabei Produkte der Naturkosmetik, insbesondere bei der Gesichtspflege. Der Anstieg liegt hier wiederum deutlich über der klassischen und naturnahen Kosmetik. Bei den „Männerprodukten" dominieren Deodorants (314 Millionen) Euro, Duschbäder (238 Millionen) und Rasierpflege (198 Millionen).

In der Haushaltspflege gab es bei den Waschmitteln in diesem Jahr leichte Rückschläge (minus 1,2 Prozent). Hingegen haben Reinigungsmittel (plus 7,1 Prozent) und Luftverbesserer/Haushaltsinsektizide (plus 11,3 Prozent) kräftig zugelegt.

Wie der Zeitaufwand des Bürgers insgesamt für Putzen, Waschen, Körperpflege und Kosmetik aussieht, belegt diese Grafik:

(Foto 2: Gafik)
Übrigens für Heranwachsende sind kosmetische Mittel wie Deo, Haarpflege oder auch Nagellack eine „enorm wertvolle Hilfe, um Sicherheit und soziale Anerkennung zu gewinnen", wie Vorsitzender Mittendorf feststellt.
Bleibt noch der Ausblick auf 2017. Hier ist der IKW optimistisch. Man hofft, die positive Entwicklung fortschreiben zu können. Jedenfalls zeigt das Branchenbarometer in diese Richtung: 65 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen beurteilen die zukünftige Marktentwicklung als gut oder sehr gut. 63 Prozent planen Einstellungen, 70 Investitionen. Insgesamt wird für das nächste Jahr in den Bereichen Schönheitspflegemittel und Haushaltspflege mittel ein Wachstum von zwei Prozent erwartet.