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Doppelgeburtstag in Deutschlands modernstem Müllheizkraftwerk

Frankfurt spart jährlich 100.000 Tonnen CO2 ein - FES und Mainova feiern mit Anwohnern           von Karl-Heinz Stier

26.08.17 || altaltFRANKFURT (25. August 2017) - Gleich zwei Jubiläen feiert das Müllheizkraftwerk (MHKW) in der Frankfurter Nordweststadt: Zum einen ist es der zehnte Geburtstag des Kraftwerks, das unter anderem die Nordweststadt mit Strom und Wärme versorgt. Zum anderen wird an diesem Standort seit 50 Jahren der Müll aus Frankfurt und Umgebung verbrannt. Seit 2007 sind beide ein Anlageverbund. Für die Umweltdezernentin der Stadt Rosemarie Heilig und den Mainova-Vorstandsvorsitzenden Dr. Constantin H. Alsheimer war es eine Zeit lang gemeinsame Wirkungsstätte. Beide waren beim Umbau des MHKWs in wesentlicher Leitungsfunktion beteiligt.

1.Die Teilnehmer bei der Pressekonferenz v.l.n.r.: FES-Geschäftsführer Remmert, Umweltdezernentin und Aufsichtsratsvorsitzende Heilig und Mainova-Chef Dr. Alsheimer

Die Anlagen gehören in Deutschland zu den modernsten und leistungsfähigen Müllheizkraftwerken. Insbesondere die in Frankfurt und Rhein-Main anfallenden gewerblichen Abfälle können vor Ort und ökologisch hochwertig verwertet werden. Das Kraftwerk wurde bis 2009 umfangreich modernisiert und besitzt seither eine jährliche Müllverbrennungskapazität von 525.000 Tonnen. Das entspricht rund 175.000 Tonnen Steinkohle.

Die Umweltdezernentin und Aufsichtsrats-Vorsitzende beider Einrichtungen, Rosemarie Heilig zeigte sich erfreut, dass die Stadtpolitik entschieden hatte, das Projekt selbst zu stemmen, wenn es auch immerhin eine Viertelmilliarde gekostet habe.

„Müllverbrennung ist heute dank modernster Rauchgas-Reinigungsanlagen eine nahezu 100 Prozent saubere Angelegenheit". Für Dr. Alsheimer ist das Müllheizkraftwerk „eine Erfolgsgeschichte und eine wichtige Struktureinrichtung der Stadt. Deshalb war es richtig, die Anlage in kommunaler Hand zu behalten und nicht zu verkaufen".

2.Das Müllheizkraftwerk in der Nordweststadt mit seinen vier Öfen. Fotos (2): Karl-Heinz Stier

Der Geschäftsführer der MHKW und FES GmbH (Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH), Dirk Remmert, wies auf die effektive Kreislaufwirtschaft hin: Der Abfall der Frankfurter Bürger wird von der FES gesammelt, in das MHKW transportiert und hier thermisch verwertet. Die Erlöse aus der Aufbereitung der Schlacke sind zudem ein wertvoller Beitrag zu den Gewinnen der FES".

Und was bei den Lobesworten nicht fehlen durfte, waren die klimaschonenden Aspekte der Fernwärme, die hier von der Mainova abgekauft wird. Sie trage dazu bei, dass die Emissionen im innerstädtischen Bereich deutlich reduziert würden. Frankfurt spare jährlich 100.000 Tonnen CO2 ein.

Da das MHKW stets um eine gute Nachbarschaft bemüht war und ist, werden die Bürger aus der näheren Umgebung exklusiv zu Führungen am 26.August eingeladen.