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Frankfurt Airport drittgrößte Hub in Europa

Touristikexperten von SKAL International informierten sich über das derzeitige und zukünftige Luftkreuz - Zeittaktung ist das A&O von Iris G. Schmidt

19.09.17 || altFRANKFURT (18. September 2017) - SKAL International, die seit 1932 weltweit führende Organisation professioneller Touristikexperten, lud Anfang des Monats ins Intercity Hotel Frankfurt Airport, Steigenberger Group, zu einer aktuellen und zukunftsweisenden Podiumsdiskussion ein, unter fachkundiger Moderation von Axel Raab, Luftfahrtexperte und früherer Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Flugsicherung (DFS). Auf dem Podium: Heike Birlenbach, LH, Jürgen Harrer, FRAPORT AG, MIchael Hoppe BARIG und Hans-Ingo Biehl VDR

Jürgen Harrer, Fraport AG, Frankfurt Airport Service Worldwide Kommunikation, erläuterte die Vorzüge eines Hubs, auch Knotenpunkte des Luftverkehrs, Drehkreuze oder Umsteigeflughäfen genannt, wo Fluggäste aus den verschiedensten Städten und Ländern zusammentreffen, weil der so genannte Punkt-zu-Punkt Verkehr (Direktverbindungen)oft infolge eines zu geringen Passagieraufkommens, speziell auf Mittel-und Langstrecken, sich nicht als lohnend erwiesen hat. Das Ergebnis ist ein reduziertes und effizient getakeltes Netzwerk mit einem zentralen Kern, wie bei einer Reifennabe. Nach London Heathrow und Paris-Charles de Gaulle ist der Frankfurter Flughafen der drittgrößte Hub in Europa. 2016 sind über 60 Millionen Fluggäste in Frankfurt gestartet und gelandet. Davon stiegen mehr als die Hälfte um. Außerdem wurden zwei Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Kaum ein anderes Drehkreuz in Europa kann eine derartige Leistung aufweisen mit Auswirkungen auf die Organisation des Flughafens, bezüglich minutengenauer, kurzzuhaltender Bodenzeiten der Flugzeuge. Insgesamt 300 Ziele in etwa 100 Ländern sichern von Frankfurt aus Deutschlands Anbindung an die Welt.

altDas Bild  zeigt v.l.n.r. Michael Hoppe BARIG, Axel Raab DFS, Heike Birlenbach, Lufthansa, Heribert Becker, SKAL Präsident Frankfurt, Hans-Ingo Biehl VDR, Jürgen Harrer, FRAPORT AG. Foto: Iris G. Schmidt

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass der bisher geplante Ansatz "one size fits all" beim Betrieb von (Hub) Flughäfen einer aktuell zunehmenden Angebotsvielfalt mit unterschiedlichen Service- und Qualitätsbedürfnissen der verschiedenen Fluggesellschaften weichen müsse. Unter veränderten Marktbedingungen gilt die Voraussetzung eines reibungslos funktionierenden Prozesses in Verbindung mit hoher Service-Orientierung. Eine entsprechend differenzierte Preisgestaltung könnte sich durch diese arbeitsteilige "Win-Win-Situation" auf die Hub-Flughäfen und ihr bisher kostenintensives (Premium) Infrastrukturprodukt auswirken.

Hubs konkurrieren miteinander - letztendlich entscheidet der Kunde


"Viele Themen kann man nur gemeinschaftlich angehen, immer im Sinne des Kunden, „ so Heike.Birlenbach, Lufthansa", Chief Commercial Officer, verantwortlich für alle kommerziellen Belange der Hub Operation am Standort und zuständig für den gesamten Vertrieb der LH Group Airlines LH, OS und LX weltweit mit ca.1.800 Mitarbeitern der Lufthansa Carrier Group. "Wir müssen unseren Fokus auf die Qualität des Angebots legen, um hocheffizient arbeiten und ein operativ stabiles Drehkreuz bedienen zu können. Das gilt z.B. auch für Umsteige - und Wartezeiten, Security und Passkontrollen, Pünktlichkeit, Infrastruktureinrichtungen etc."Im Rahmen unseres Multi Hub Systems, haben wir bereits damit begonnen, alle Prozesse wesentlich flexibler auszurichten sowie unseren Flugplan entsprechend anzupassen, d.h. auch Flüge in den Abendstunden vorverlegt, im Hinblick auf die Restriktionen des Nachtflugverbots. Für unser Netzwerksystem und dem Anspruch als Premiumcarrier am Standort Frankfurt gerecht zu werden, ist eine stabile Performance von überragender Bedeutung. Hubs konkurrieren miteinander, dabei bleibt die Entscheidung letztendlich dem Kunden überlassen."

Höchste Priorität gilt auch für für "point- to- point und Umsteigeverbindungen


Auch Podiumsteilnehmer Hans-Ingo Biehl, Hauptgeschäftsführer des VDR (Verband Deutsches Reisemanagement e.V. VDR Service GmbH) erklärte in diesem Zusammenhang: "Für den Geschäftsreisenden hat die hohe Frequenz an Verbindungen und zuverlässige Durchführung der "operations" höchste Priorität. Das gilt für "point- to- point, wie auch für Umsteigeverbindungen." Seiner Einschätzung nach wird die innerdeutsche Alternative zum Flug auch aus ökologischen Gründen an Bedeutung zunehmen. Für die Bahn würden dann die gleichen Qualitätsansprüche gelten.

Attraktive Plattform anbieten


"Investitionen sollten hier äußerst zweckgebunden angewandt werden, zumal auch der Lärmschutz seit 2012 als ein Riesenthema ist", so Michael Hoppe, Chairman und Secretary General der BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) "In diesem Zusammenhang wird die Stationierung der entsprechenden Flugzeug-Flotte des Multi Hub Systems München, Zürich, Wien und Frankfurt zwecks effizienter Auslastung unterschiedlicher Flugzeugtypen- und Größen mit gleichbleibender Lärmklassifizierung in Betracht gezogen, um den in- und ausländischen Partnern der BARIG, als weltweit größter internationaler Airline-Verband, seinen Business Partnern auch in dem Hub-Bereich eine attraktive Plattform anzubieten."

Neue zukunftsorientierte Maßstäbe mit dem Terminal 3


Lebhaft diskutiert wurde der ständige Ausbau des Flughafens Frankfurt auch in Zeiten geopolitischer Krisen, die zur Änderung von Verkehrsströmen führen können. Auf den Flächen der ehemaligen US-Militärbasis z.B. im Süden Frankfurts entsteht Europas modernstes Terminal 3. Vierzehn Millionen Reisende werden jedes Jahr hierher fliegen können. Von keinem anderen Ort der Welt können Reisende über 100 Länder der Welt so bequem erreichen. Als Deutschlands "Tor der Welt" setzt der Frankfurter Flughafen neue zukunftsorientierte Maßstäbe für ein wichtiges Drehkreuz im internationalen Flugverkehr. Unter www.frankfurt-airport.com und www.fraport.de wird der Baufortschritt dokumentiert mit weiteren Hintergrundinformationen zur Entwicklung des neuen Terminals.