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Fraport geht mit starker Geschäftsentwicklung ins vierte Quartal

Dr. Schulte: "Unser großes Highlight" ist das Auslandsgeschäft - Mit 6,2 Millionen Passagieren neuer Rekordwert im September           von Karl-Heinz Stier

04.11.17 || altFRANKFURT (03. November 2017) - „ Wir sind sehr gut unterwegs", so bilanzierte Fraport-Vorsitzender Dr. Stefan Schulte die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres mit einem deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes um 13,7 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro. Der Umsatz sei vor allem auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen ("unser großes Highlight"). Dazu gehört der erfolgreiche Start des Betriebes der 14 griechischen Flughäfen mit einem Wachstum von 10,5 Prozent. „Das wird mit Modernisierungsmaßnahmen im nächsten Jahr noch weiter gehen, nachdem der griechische Staat den Investitionsplan von 400 Millionen Euro zwischenzeitlich freigegeben hat", sagte Dr. Schulte.

altFraport-Chef Dr. Schulte beim Bilanzbericht. Foto: Karl-Heinz Stier

Ein weiteres Highlight im internationalen Geschäft seines Konzerns ist der Zuschlag der für Januar 2018 geplanten Übernahme des Betriebs der Flughäfen Fortaleza (Laufzeit 30 Jahre) und Porto Alegre (Laufzeit 25 Jahre) in Brasilien. Die Baumaßnahmen sollen dort im ersten Quartal starten.

Auch das Engagement in Lima („eine Erfolgsgeschichte in Peru seit 16 Jahren"), wo Passagierzahlen sich inzwischen mehr als vervierfacht haben, und wo der Bau einer neuen Start- und Landebahn( bis 2021) und eines neuen Terminals (bis 2014) geplant ist mit einer Gesamtverlängerung der Konzessionslaufzeit bis 2041, hob der Fraport-Chef besonders hervor.

Aber auch die Verkehrsentwicklung im Heimathafen Frankfurt könne sich sehen lassen. In den ersten 9 Monaten sei ein Zuwachs an Passagieren um 4,6 Prozent zu verzeichnen gewesen (absolut 49 Millionen Passagiere). Der Oktober hat noch einmal einen Zuwachs von 6,3 Prozent gebracht. Dabei berichtete Dr. Schulte von zwei Superlativen: einen neuen historischen Tageshöchstwert am 29. September mit 225.8o1 Passagieren und ebenfalls im September ein neuer Monats- Rekordwert mit 6. 230 000 Passagieren, der 11.Monat in Folge mit Wachstum. Für 2017 rechnet Fraport bei den Passagieren insgesamt mit einem Gesamtwachstum von fünf Prozent. Allerdings gehe das dann schon an die Grenzen der Infrastruktur, sprich lange Wartezeiten z.B. an den Gates und bei der Sicherheitskontrolle. Und die Konsequenz: „Wir brauchen dringend das Terminal 3".

altNeues Terminal und Landebahn in Planung. Foto: Fraport

Was die Zukunft angeht, so äußerte sich der Fraport-Chef zuversichtlich. Er erwartet ein starkes Wachstum im Winterflugplan 2017/18. So bei den Flugbewegungen und Sitzplatzangeboten im Europaverkehr ein Plus von etwa 8 Prozent, insbesondere Lufthansa und Ryanair würden wachsen. Mit der Lufthansa(„ihr Verkehrsanteil liegt bei knapp 60 Prozent")werden derzeit intensive Gespräche über gemeinsame Aktivitäten geführt. Dazu gehörten Überlegungen, wie bei gleicher Infrastruktur mehr und schneller Passagiere bei besseren Angeboten in den Terminals abgefertigt werden können und wie man zu einer Zusammenarbeit bei der Digitalisierung kommen könne. Schulte rechnet mit ersten Ergebnissen im 1.Quartal 2018.

Beim Ausbau des Terminals 3 liege man voll im Plan, der Bauantrag für den Flugsteig G (low cost-Anbieter) sei gestellt, die Vergabe des Rohbaus für die Flugsteige H und J sind im ersten Halbjahr geplant. Vermutlich könne das Terminal Anfang der zwanziger Jahre in Betrieb gehen.