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Fraport weiter Aufwind – Wachstum von zwei Prozent für 2018 erwartet

Flughafenchef Schulte rechnet 2018 starkem Wachstum - Mit Terminal 3 „voll im Zeit- und Budgetplan"           von Karl-Heinz Stier

09.12.17 || altFRANKFURT (09. Dezember 2017) - Die Fraport (Frankfurter Flughafen AG) erwartet im neuen Jahr mit mehr Passagieren und stärkerem Flugverkehr. Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte bezifferte das Wachstum auf fünf Prozent. Als konkrete Zahl nannte er ein Ansteigen der Passagierzahlen von jetzt 64 auf 67 Millionen. „Wir prophezeien schon deshalb ein starkes Wachstum, weil der Low-Cost -Flugverkehrs (Billigflieger) in Frankfurt, aber auch die Lufthansa, der Hauptkunde der Mainmetropole, mit zusätzlichen Starts aufwarten werden", betonte der Flughafen-Chef. Wahrscheinlich werde im Januar auch die britische Fluggesellschaft „easyJet" von Berlin nach Frankfurt fliegen (Anm. d. Redaktion: Nach Ryanair - die bereits schon von Frankfurt startet - ist easyJet die zweitgrößte Billigflugmarke Europas). Was die Kapazitäten angehe, „so sei man beim geplanten Ausbau des dritten Terminals im Süden des Flughafens im Jahre 2023 „voll im Zeit - und Budgetplan"., so Dr. Schulte. Anfang des neuen Jahres werde nach dem Abschluss der letzten Genehmigungsverfahren mit dem Tiefbau begonnen. Auch der Auftrag für die Skyline von Norden nach Süden, also die flughafeninterne Verbindungsbahn, werde Anfang des Jahres vergeben.

altZufrieden mit der Gesamtzentwicklung in diesem Jahr zeigte sich dieser Tage Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte. Wachstum in den Passagierzahlen und die Bauarbeiten für Terminal 3 liegen „voll im Zeit - und Budgetplan", so Dr. Schulte. Unser Bild zeigt Dr. Schulte beim Presse-Jahresabschlussgespräch, im Hintergrund, Jürgen Harrer, Leiter der Fraport-Unternehmenskommunikation. de/Foto: Ralph Delhees

Neben einem stärker werdenden Flugverkehr in Frankfurt hat die Flughafen AG ihr Engagement im internationalen Geschäft kräftig erweitert. Dazu zählen die Übernahme des Betriebes der Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien mit der Ausschreibung der Bauarbeiten und der Einstellung von Personal. Auch die Übernahme der 14 griechischen Flughäfen wirke sich positiv auf die Geschäftslage aus. Dort sei 2017 mit 10,5 Prozent Wachstum auf fast 24 Millionen Passagiere eine starke erste Saison festzustellen. „Ich wage einmal die Feststellung, dass das Auslandsgeschäft einen höheren Gewinnanteil bringen wird als bislang die 35 Prozent, später vielleicht sogar 50 Prozent", vermutet Schulte. Zugleich kündigte er an, dass Fraport am New Yorker Flughafen Newark den Auftrag erhalten habe, ein neues Terminal in Betrieb zu nehmen und damit auf Anschlussgeschäfte hoffe.

altStolz ist Dr. Schulte was das Auslandsgeschäft inzwischen mit 35 Prozent Gewinnanteil am Umsatz ausmacht. Kopfzerbrechen macht dagegen die Sicherheitsvorsorge besonders im Einreisebereich. de/Foto: Ralph Delhees

Beamte für Sicherheitskontrollen sind noch nicht angekommen


Sorgen machen dem Flughafen-Chef allerdings die sich dahin schleppenden Sicherheitskontrollen in Frankfurt, besonders an Tagen mit hohen Besucherzahlen. Die Prozesse müssten effektiver gestaltet werden, die Beamten seien überlastet. Zusätzliche Beamte seien zwar im Bundeshaushalt eingestellt, „aber in Frankfurt noch nicht angekommen", kritisierte der Fraport-Vorstandsvorsitzende. Besonders bei der Einreise-Kontrolle seien die Anforderungen gewachsen, die Wartezeiten seien nicht mehr akzeptabel. „Entweder wir brauchen den Einsatz von mehr Polizisten oder den verstärkten Einsatz neuer Technik".

Schließlich gab Dr. Schulte die Ergebnisse der Befragungen von Fraport-Kunden über deren Zufriedenheit mit dem Flughafen bekannt. Danach sind die Prozentzahlen stetig gestiegen und liegen jetzt bei 85 Prozent. „Damit können wir eigentlich ganz zufrieden sein", meinte abschließende der Fraport -Chef.