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Kunst & KulturLiteratur › Zumindest die Sprache steht zur Verfügung, um sich solidarisch zu zeigen

Zumindest die Sprache steht zur Verfügung, um sich solidarisch zu zeigen

DieLiteraturstadt Frankfurt in Solidarität mit der Ukraine: Ein Benefizabend mit Zsuzsa Bánk, Eva Demski, Matthias Altenburg, Bodo Kirchhoff und anderen           von Ralph Delhees

16.03.22 || altFRANKFURT (16. März 2022) - Ein Benefizabend zur Solidarisierung mit der Ukraine an den zahlreichen Autorinnen und Autoren vertreten sind, wie der Lyriker Serhij Zhadan und u.a. Oksana Sabuschko, Yevgenia Belorusets, findet am Sonntag, 27. März, um 18 Uhr am Dom, Domplatz 3 statt. Veranstalter sind zahlreiche Verlage, Kultureinrichtungen, Börsenverein, Buchmesse, Buchläden usw. (siehe unten).

Wie kaum ein anderer Lyriker seiner Generation hat sich Serhij Zhadan in den vergangenen Jahren mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Sprache und Krieg zueinander verhalten. Im Vorwort von „Warum ich nicht im Netz bin" schreibt er: „Was ändert der Krieg? Der Krieg ändert das Vokabular. [...] Du gewöhnst dich daran, dass die Sprache um Wörter dieses schwarzen Vokabulars erweitert wird." Und doch stellen seine Texte, die nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen im Donbass 2014 erschienen sind, eindrucksvoll unter Beweis, dass poetische Sprache ein Mittel sein kann, sich gegen die Ohnmacht zu stemmen: „Nichts lässt sich in Ordnung bringen, nichts lässt sich raten. [...] / Es lässt sich höchstens drüberschreiben, / es lässt sich Literatur daraus machen."

Grafik „Literaturstadt Frankfurt in Solidarität mit der Ukraine" -  ffm.

Angesichts des Krieges und seiner Folgen ist breite Hilflosigkeit zu spüren, aber auch den literarischen Einrichtungen Frankfurts steht zumindest die Sprache zur Verfügung, um sich solidarisch zu zeigen mit der Ukraine, den Kriegsopfern und den Geflüchteten. Viele der prägenden Autorinnen und Autoren Frankfurts kommen an diesem Abend zusammen, um aus Texten ihrer ukrainischen Kolleginnen und Kollegen zu lesen. Zu Wort kommen Oksana Sabuschko, Yevgenia Belorusets, Serhij Zhadan, Andrij Lubka, Halyna Kruk und viele weitere.

Es beteiligen sich Henning Ahrens, Matthias Altenburg, Zsuzsa Bánk, Yevgeniy Breyger, Safiye Can, Eva Demski, Julia Grinberg, Saskia Hennig von Lange, Dirk Huelstrunk, Bodo Kirchhoff, Dalibor Marković, Anna Yeliz Schentke, Jan Costin Wagner und Jan Wilm.

Der Eintritt ist frei, um großzügige Spenden wird gebeten. Die Erlöse des Abends gehen an die Nothilfe Ukraine beim Aktionsbündnis Katastrophenhilfe. Um Anmeldung per E-Mail bis Freitag, 24. März, an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. wird gebeten.

Es gelten die dann gültigen Zugangsregeln des Landes Hessen (derzeit: 3G sowie Maskenpflicht im Innenraum). Es ist geplant, die Veranstaltung zudem über den Youtube-Kanal des Hauses am Dom zu streamen - weitere Informationen dazu sind kurzfristig auf den Homepages der Veranstalter zu finden.

Der Benefizabend ist eine gemeinsame Veranstaltung von: Autorenbuchhandlung Marx & Co., axel dielmann - verlag, Börsenvereinsgruppe (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frankfurter Buchmesse, MVB, mediacampus frankfurt), Buchhandlung Schutt, Denkbar, Deutsche Nationalbibliothek, Evangelische Akademie, Faust-Kultur, Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, Frankfurter Verlagsanstalt, Freies Deutsches Hochstift, gutleut verlag, Haus am Dom - Katholische Akademie Rabanus Maurus, Hessisches Literaturforum im Mousonturm, hr2-kultur, Jüdische Gemeinde Frankfurt, Karl Marx Buchhandlung, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Kultur & Bahn, Land in Sicht Buchladen, Literaturhaus Frankfurt, Litprom, Romanfabrik, S. Fischer, Schöffling & Co., Stadtbücherei Frankfurt, Ypsilon Buchladen(ffm.)